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Philosophie
In Deutschland herrscht in der Vermittlung von Wissen und Verhalten ein ideologisches Denken. Holger H. Petruschke untersuchte, nicht zuletzt animiert durch die „Pisa“ Diskussion, einen pädagogisch-therapeutischen Ansatz, der wissenschaftlichen Bedingungen standhält und bereits erfolgreich in der Praxis erprobt wurde. Diesen Ansatz hat er im handlungsorientierten Lernen und Verhalten gefunden. Er geht davon aus, dass keinem Menschen beim Lernen oder Verhalten nachgeholfen werden kann. Erfolgreiches Lernen und Verhalten kann nur auf freiwilliger Basis stattfinden. Seine Ideen, die sich sehr stark an den Ansätzen von Maria Montessouri anlehnen haben wir uns zu eigen gemacht.
Handlungsorientierte Therapie ein ganzheitlicher und teilnehmeraktiver Therapiesprozess, in dem die zwischen Therapeut und Patient/Klient vereinbarten Handlungsprodukte die Organisation des Lern-Verhalten-Prozesses leiten, so dass Kopf- und Handarbeit der Teilnehmer in ein ausgewogenes Verhältnis zueinander gebracht werden können.
Forschungsergebnisse zeigen deutlich, dass der handlungsorientierte Erwerb von Kenntnissen der Verbesserung der Aneignungs- und Behaltensleistung, vor allem aber der Aktivierungsleistung von Wissen in Anwendungssituationen dient, weil eben die Wissens- und Erfahrungselemente so in vielfältiger Weise verknüpft werden, dass leichter auf sie zurückgegriffen werden kann. Gerade diese Förderung des zielgerichteten Erinnerns, Auffindens und Nutzens gespeicherter Wissens- und Erfahrungselemente stellt eines der Hauptargumente für die handlungsorientierte Therapiekonzeption dar.
Am Ausgangspunkt eines Therapieprozesses steht eine unüberschaubare problemhaltige komplexe Situation, die der Patient/Klient zu Handlungen herausfordert. Heinrich Roth´s (1973, S. 226ff.) Stufen der "Motivation" und "Schwierigkeit" fallen hier zusammen.
Handlungsorientierung ist jedoch mehr als nur diese erste Phase, denn anschließend an die Phase der Arbeit an einem konkreten Problem wird über Reflexions- und Systematisierungsprozesse das fachliche und überfachliche Wissen erarbeitet.
Dieser Ansatz stellt im drei positive Merkmale von vielen hervor:
· Stärkung der Patienten/Klienten Motivation durch die Methoden-vielfalt und die Unterstützung der Therapie durch Tun.
· Durch das selbsttätige, aktive Lernen können sich Patienten/Klienten besser mit der Therapie identifizieren, und sie übernehmen damit auch eher die Verantwortung für ihr eigenes Lernen.
· Durch das Erschließen ganzheitlicher Zusammenhänge (auch u. a. durch die praktische Tätigkeit) wird eine rein abstrakte und oft wirklichkeitsfremde Sichtweise verhindert.
· Das durchgeführte Projekt muss eng an die Lebenssituation des Patienten/Klienten angelegt sein um eine Transparenz der Sinnhaftigkeit zu schaffen.
Dieses sind nur drei Erfahrungen von Bildungswege.
Bildung und Erziehung bilden eine Einheit. Diesen Umstand hat Bildungswege erkannt. Bildungswege versucht für jeden Patienten/Klienten eine optimale Therapiesituation zu schaffen. Dieses gelingt durch sozialpädagogische, Gesprächs- und Verhaltenstherapeutische wie ergotherapeutische und Kunsttherapeutische Maßnahmen. Diese Maßnahmen sind in der Regel systemischer Natur.
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